Stressbewältigung

Shownotes

In unserem Beitrag haben wir uns mit dem Thema Lernstress, den zugrunde liegenden Ursachen und den daraus resultierenden Auswirkungen auseinandergesetzt. Dabei ging vor allem hervor, dass die Menge an Informationen und der Versuch, diese zu ordnen, bereits eine große Hürde darstellen. Es entsteht sowohl äußerlicher als auch innerlicher Druck, welcher durch andere Verpflichtungen, Hobbys oder weitere persönliche Interessen verstärkt wird. Schlussendlich mündet dieser entstandene Druck in Stress, welcher sich negativ auf das Individuum auswirkt und über verschiedene Ventile abgebaut werden kann.

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00:00:01: Lernstress.

00:00:02: Wir alle kennen ihn, er begleitet uns vor allem in den Klausurphasen, aber auch gerne mal übers Studium, wenn ganz viele Studienleistungen aufeinander treffen und das macht ganz viel mit uns.

00:00:16: Wir haben dazu eine kleine Bildereihe für euch vorbereitet und am Anfang steht das erste Bild in Dira.

00:00:26: unter welchem Titel steht ein Bild?

00:00:29: Der Titel heißt geordnete zuverlässige Literatur.

00:00:33: Auch den Bild kann man sehen regale, volle Bücher von Uni-Bibliothek.

00:00:37: Und für mich ist es sehr wichtig für meine Studium, weil durch kann ich zuverlässige Quellen finden.

00:00:46: Und ich kann die Zeit sparen für Internet, statt so nicht recherchieren und zahlreiche Informationen zu finden.

00:00:59: sofort in die Bibliothek gehen und dort nicht nur Primark Literatur finden, sondern auch nebenan Sekundar Literatur.

00:01:09: Das sind positive Sachen und negative, dass nicht alle moderne Literatur steht in der Bibliothek.

00:01:18: Also die Bibliothek ist für dich so der Startpunkt von unserem Lernprozess?

00:01:23: Ja,

00:01:24: für mich

00:01:25: ist es wichtig, dass die Bücher sind

00:01:27: physisch.

00:01:29: Ich kann zu lesen.

00:01:31: Und ich bin ein Buchworm.

00:01:33: Deswegen renne ich sofort zur Bibliothek zuerst.

00:01:37: Aber fühlst du dich durch diese schiere Masse an Informationen auch gerne erschlagen?

00:01:45: Also in der Bibliothek ist die Information begrenzt.

00:01:51: Und für einige das ist vielleicht auch... Ein negativer Spekt, aber für mich das ist positiv, weil bei einem Lernprozess, das reduziert mein Stress, würde ich sagen.

00:02:07: Kann ich gut verstehen.

00:02:09: Du hast gerade das wunderbare Stichwort, viele Informationen gesagt, Yveline, unter welchem Titel steht in deinem Bild?

00:02:20: Ja, mein Bild steht unter dem Titel in Ordnung Verlierung und es zeigt ein Bild von Seffen Katheikarten.

00:02:29: Wenn wir über Lernstrasse sprechen, denken wir oft zuerst an die individuelle Ebene, an eine einzelne Person, die unter Zeitdruck steht, sich auf Prüfung vorbereitet, versucht den Stoff zu bewältigen und dabei auch ganz schnell an ihre Grenzen kommen kann.

00:02:45: Ein Bild oder mein Bild kann diesen Zustand sehr gut einfangen.

00:02:49: Es ist ein fotovoller Karteikarten, ungeordnet, auf dem Boden verteilt, handschriftliche Notizen, Datenbegriffe.

00:02:56: Es wirkt chaotisch und unruhig.

00:02:58: Dieses Bild steht sinnbildlich für Überforderung, Zeitdruck und die enorme Stoffmenge, die viele junge Menschen heute bewältigen müssen.

00:03:05: Auf der Mikroebene zeigt sich Lernstress ganz konkret, als Gefühl von Kontrollverlust, als permanenter Druck effizient lernen zu müssen und als sogenanntes Bulimilernen, also ganz viel Stoff in kurzer Zeit aufnehmen, um ihn möglichst schnell wieder abzurufen und danach halt zu vergessen.

00:03:24: Die Karteikarten werden so zu einem Versuch, Ordnung herzustellen und gleichzeitig zu einem Zeichen dafür, wie brüche ich diese Ordnung auf das.

00:03:33: Doch Lernstress entsteht nicht im luftleeren Raum, also nicht von irgendwo.

00:03:38: Auf der Makroebene stehen strukturelle Ursachen wie zunehmender Wettbewerb, Digitalisierung, Beschleunigung, Unsicherheit und gesellschaftliche Krisen wirken hier als verstärkter.

00:03:49: Wir leben nämlich in einer Zeit, in der sich mehrere Krisen überlagern.

00:03:54: Das nennt man eine sogenannte Polikrise.

00:03:57: Die Klimakrise erzeugt Zukunftsangst, soziale und ökonomische Unsicherheit, erhöhen Druck, alles richtig zu machen.

00:04:04: Und Bildung wird dabei zur zentralen Ressource der Zukunftssicherung.

00:04:09: Gleichzeitig hat die Bildungsexpansion der letzten Jahrzehnte die Situation verändert, weil nämlich mehr junge Menschen Abitur machen und mehr Leute ein Studium beginnen.

00:04:20: Daraus resultiert halt, dass Abschlüsse an Exklusivität verlieren.

00:04:27: Das führt nicht zu weniger Druck, sondern zu mehr Konkurrenz.

00:04:30: Und Leistung wird zur Voraussetzung, um überhaupt Sicherheit zu erlangen.

00:04:35: Ein paar empirische Daten stützen diese Wahrnehmungen.

00:04:38: Denn laut dem deutschen Schulbarometer, im Jahr zwanzig, sorgen sich rund fünfzig Prozent der Schülerinnen um ihren schulische Leistungen.

00:04:46: Und etwa ein fünftel macht sich häufig Sorgen um die eigene Zukunft.

00:04:52: Danke dir.

00:04:54: An deinem Bild schließt dein Bild ja sehr, sehr gut an.

00:05:01: Ja, genau.

00:05:03: Und zwar hatte ich mir für mein Bild gedacht, den Titel äußerlicher Druck bzw.

00:05:11: Druck von außen.

00:05:13: Wir sehen auf dem Bild einen Schreibtisch.

00:05:16: Wir sehen auch sehr viele Sachen, die quasi zum Lernen erstmal oder zum... guten Lernen beitragen sollen auf dem Schreibtisch.

00:05:25: Ist das alles vorbereitet?

00:05:27: Es liegt alles parat, es ist relativ geordnet.

00:05:30: Aber wenn man dann sich das Bild weiter anschaut, bzw.

00:05:33: es fällt einem wahrscheinlich auch schon direkt am Anfang ins Auge, aber man sieht, dass zwischen dieser Lernseite quasi sehr viele andere Sachen mit auf dem Schreibtisch sind, die da sonst nichts zu suchen haben.

00:05:47: Und das symbolisiert quasi die ganze Ableckung, die wir haben.

00:05:52: beim Lernen und das wird durch zum Beispiel ein Handball symbolisiert, da liegt ein Turnschuh, eine Urlaubskarte, ein Puzzle, alles so Sachen, die man vielleicht ja im Kopf hat, obwohl man gerade lieber andere Sachen sich zu Brust nehmen sollte.

00:06:16: beschreibt quasi erstmal mein Bild.

00:06:18: Das ist der Druck von außen.

00:06:19: Wir haben Hobbys, wir haben Interessen, den wir eigentlich nachgehen wollen.

00:06:23: Ja, und die hindern uns dann teilweise am erfolgreichen Lernen.

00:06:29: Dankeschön.

00:06:31: Wenn der Druck zu groß wird, dann brauchen wir irgendeinen Stressventil.

00:06:37: Das ist der Titel, unter dem mein Bild zum Schluss steht.

00:06:40: Ihr seht ein Mülleimer mit vollgeholten Taschentüchern.

00:06:45: Ich glaube, wir waren alle schon mal an dem Punkt.

00:06:47: wo wir einfach nicht mehr konnten, wo irgendwo der Punkt erreicht war.

00:06:52: So jetzt geht es nicht mehr.

00:06:53: Und dann neigt der Körper dazu zu weinen.

00:06:57: Und das hat ganz coole Effekte.

00:07:01: Weil durch das Weinen steigt in unserem Körper der sogenannte Cortisol-Spiegel.

00:07:07: Cortisol ist ein Stresshormon.

00:07:09: Ihr kennt das vielleicht als Medikament, als Cortison.

00:07:13: Und das ist ein cooles Hormon, weil das Schütz unter Immunsystem und baut ganz akut uns auf eine doof und stressige Situation vor.

00:07:24: Deswegen wird das ausgeschüttet und dann führen wir uns nach dem Weihnachten noch erst mal besser.

00:07:29: Kurzfristig wird das Immunsystem gestärkt, wenn wir aber dauerhaft und längerfristig unter Stress stehen und unser Cortisolspiel sehr hoch ist.

00:07:40: kann das dieses sogar schädigen.

00:07:42: Deswegen sind zu Dauer gestresste Menschen auch sehr häufig krank.

00:07:46: Und durch Cortisol wird aber auch zusätzlich unser Blutdruck erhöht und unsere Herzfrequenz.

00:07:54: Das kennen wir auch, dass wir dann so ganz angespannt sind zu Zittern und so.

00:08:01: Das kann aber auch langfristig dafür sorgen, dass wir Schlafprobleme bekommen, weil mit hohem Pult, wenn wir ganz aufgeregt sind, denken wir an ganz vieles, aber nicht an Schlafen.

00:08:10: Und ein Funfact, den ich über Cortisol noch gefunden habe, ist, dass das den Alterungsprozess sogar erhöht.

00:08:18: Das heißt, man könnte jetzt so ganz gemeinsam sagen, so Leute, die vier Weinen sind, also so drei Jahre älter als wir.

00:08:26: Genau, aber deswegen ist Cortisol eigentlich sehr cool.

00:08:31: Aber man sollte darauf achten, dass man nicht langfristig unter Stress steht.

00:08:37: Und ich weiß auch, dass das gerade in Prüfungsphasen nicht so richtig funktioniert und dass man da irgendwie bis zum Ende durchziehen

00:08:45: muss.

00:08:47: Ja, ich würde gerne nochmal den Bezug dann auch zu meinem Bild dann nochmal quasi rückführen.

00:08:53: Und zwar... ist es auch ein Fakt, dass wir während wir lernen tatsächlich, der Zeit oder der Lernzeit durch Ablenkung verlieren.

00:09:05: Es wurde auch mal gemessen, dass man sich pro Stunde wohl im Schnitt zehnmal ablenken lässt.

00:09:13: Dadurch haben wir natürlich weniger gelernt oder weniger Zeit zum Lernen wirklich investiert.

00:09:19: Der Druck, der innerliche Druck bei uns steigt wieder.

00:09:22: Wir fühlen uns ja quasi, als wären wir nicht vorangekommen in dieser ganzen Zeit, die wir geopfert haben.

00:09:28: Und ja, das ist quasi wie so ein Kreislauf und endet dann natürlich immer wieder in diesem Stressventil, von wem du da gerade gesprochen hast.

00:09:38: Genau.

00:09:39: Es ist so ein sogenannter Teufelskreis.

00:09:41: Ja, genau so ein Teufelskreis.

00:09:49: Ihr habt jetzt eine grobe Zusammenfassung zum Thema Lernstress bekommen und zwei, drei verschiedene Facetten davon.

00:09:57: Wenn euch das Thema interessiert und ich weiß, dass ihr alle betroffen seid und das alles schon mal erlebt habt, setzt euch gerne mit Bewältigungsstrategien auseinander und was man dagegen machen kann.

00:10:08: Es kann euch nur für euch und euer folgendes Leben helfen.

00:10:13: Und dann danke ich euch allen fürs zuhören und wünsche euch noch eine schöne Zeit.

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