Inflation
Shownotes
In dieser Podcast-Folge sprechen wir über die Auswirkungen der Inflation auf Studierende
und ihre alltäglichen finanziellen Herausforderungen. Anhand persönlicher Bilder und
Erfahrungen diskutieren wir Themen wie BAföG, steigende Lebenshaltungskosten und das
verpflichtende Semesterticket. Gemeinsam beleuchten wir, wie unterschiedlich Studierende
mit finanziellen Unsicherheiten umgehen und welche Strategien ihnen helfen, handlungsfähig
zu bleiben. Ziel ist es, auf die aktuelle Situation aufmerksam zu machen und Denkanstöße für
mögliche Veränderungen zu geben
Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo alle zusammen und herzlich willkommen zu unseren neuen Podcastfolge.
00:00:09: Heute sprechen wir über ein Thema, das viele von euch wahrscheinlich selbst betrifft, und zwar die Inflation.
00:00:16: Gemeinsam mit Laura und Julian schaue ich darauf, wie Studierende mit finanziellen Unsicherheiten umgehen und welche Strategien ihnen helfen, trotz steigender Kosten über die Runden zu kommen.
00:00:27: Lasst uns dann direkt mit der Beschreibung der Bilder einsteigen.
00:00:31: Laura, magst du anfangen?
00:00:33: Ja klar, Millie.
00:00:34: Also das Bild, das ich halt mitgebracht habe, ist tatsächlich letztens entstanden.
00:00:39: Nämlich an einem Abend, an dem ich mal wieder meine Ausgaben und Finanzen sortiert habe.
00:00:43: Und als ich da so zwischen den Unterlagen, Rechnungen und meinem Laptop saß, ist mir aufgefallen, wie typisch diese Situation eigentlich für viele Studenten ist.
00:00:51: Finanzen sind da für uns sowieso ein ganz eigenes Thema und es wird zwar auch relativ viel drüber gesprochen, aber wirklich verbessert hat sich in unserer Lage ja bisher wenig.
00:01:00: Und gerade deshalb fand ich dieses Bild so passend.
00:01:02: Ich finde, es zeigt ziemlich gut, diese finanziellen Unsicherheiten, mit denen unsere Generation und insbesondere Studenten zu kämpfen haben.
00:01:10: Fallen euch sonst auch noch konkrete Beispiele zum Beispiel aus dem Alltag ein, die zu diesem Thema passen würden?
00:01:15: Also da fällt mir direkt ein Beispiel ein, dass wir doch bestimmt jeden Studierenden irgendwie im Alltag begleiten.
00:01:21: Und zwar die Straßenbahn beziehungsweise, die Öffis im Allgemeinen.
00:01:28: Also ich selber wohne ein bisschen weiter weg.
00:01:30: und fahre sehr ungern mit dem Auto, weil es halt super teuer wäre.
00:01:33: Und da nutze ich halt immer das Semester-Ticket, weil es für mich einfach nur nützlich ist und viele Vorteile hat.
00:01:40: Da gibt es bestimmt noch andere Meinungen anderer Studenten, aber dementsprechend finde ich heute das verpflichtende Semester-Ticket sehr interessant mit Bezug auf die Inflation.
00:01:51: Ja, da finde ich, hast du noch einen wichtigen Punkt angesprochen, Julian.
00:01:54: Milly, wie ich sehe, hast du auch ein Bild mitgebracht, über das wir heute sprechen können und das sieht ja nochmal ganz anders aus.
00:02:00: Willst du uns deine Gedanken dazu auch mitteilen?
00:02:02: Ja klar, das Bild, das ich vorstelle, befindet sich in dem Hauptgebäude der Uni Bielefeld gegen Nuba des ehemaligen Infobunkts.
00:02:11: Viele Studierende gehen dort etwas täglich vorbei, aber kaum jemand bleibt stehen und schaut es sich wirklich an.
00:02:17: Ich habe in diesem Bild uns... Studierende wie Dahlkant.
00:02:22: Die mächtigen, turmartigen Schiefer stellen sindbildlich für die Inflation.
00:02:27: Die Figuren im Vordergrund zeigen uns Studierende, die gegen eine unsichtbare Kraft ankämpfen, um nicht zurückgedrängt zu werden.
00:02:35: Für mich wirken die Schiefer wie unerreichbare Ziele.
00:02:39: Das macht deutlich, dass Studierende in Zeiten höher Inflation sehr unterschiedlich mit finanziellen Belastungen umgehen.
00:02:46: Manche kommen gerade so über die Runden, andere kämpfen stark mit dem Geld und einige schaffen es leider nicht mehr und mussten ihr Studium abbrechen.
00:02:55: Also ich bin persönlich schon superhäufig an diesem Bild vorbeigegangen, habe mich aber persönlich nie so wichtig Gedanken drüber gemacht, aber durch deine Aspekte gerade habe ich wirklich diesen tiefsinnigen Gedanken hinter diesem Bild jetzt erstmal verstanden und ich finde das echt sehr, sehr gut.
00:03:08: Laura, was waren deine Gedanken bzw.
00:03:10: was war der Hintergrund bei deinem Bild?
00:03:12: Ja, also die Gedanken hinter meinem Bild, warum?
00:03:15: im Grunde?
00:03:15: natürlich zunächst meine eigenen finanziellen Unsicherheiten, die ich wie auch viele andere Studierende ständig im Hinterkopf habe.
00:03:22: Also für mich ist das leider wirklich ein Thema, das sich durch den ganzen Studienalltag zieht.
00:03:26: Und ein großer Teil davon hängt natürlich am BAföG.
00:03:29: Viele sind davon abhängig, aber gleichzeitig ist es oft total unberechenbar.
00:03:34: So kann es sein, dass manche gar nichts oder viel zu viel bekommen.
00:03:37: Ich bekomme zum Beispiel keinen BAföG, nur weil mein Bruder bei seiner Ausbildung genug verdient, wovon ich aber natürlich auch nichts abbekomme.
00:03:43: Und selbst wenn man Anspruch hat, wartet man oft monatelang auf die Bearbeitung.
00:03:48: Dazu kommt ja noch der ganze Aufwand bei der Antragstellung.
00:03:50: Jedes Jahr wieder mit neuen Nachweisen, neuen Formularen.
00:03:54: Und am Ende ist die Förderung ja auch nur auf die Regestudienzeit begrenzt.
00:03:57: Gerade wenn man nebenbei arbeiten muss, schaffen es viele gar nicht, ihr Studium in dieser Zeit abzuschließen.
00:04:02: Genau das erzeugt ihr gerade diesen zusätzlichen Druck und eben diese Unsicherheit bei den ganzen Studenten.
00:04:08: Ja, da hast du vollkommen recht.
00:04:10: Ich sehe auch auf deinen Bilden neben dem BAföG Bescheid auch noch andere Unterlagen liegen.
00:04:15: Ist das etwa ein Plan über deine Finanzen?
00:04:18: Genau, das hast du richtig erkannt.
00:04:19: Es ist so, dass ich mich wirklich jeden Monat einmal hinsetze und meine Einnahmen und Ausgaben durch plane, damit ich auch wirklich immer einen Überblick über alles habe.
00:04:28: Und ich muss sagen, das hilft mir wirklich sehr dabei, die Übersicht bei dem Ganzen zu behalten.
00:04:31: Und so kann ich auch sehen, was mögliche Probleme bei meinen Finanzen sind.
00:04:35: Und ich kann mir rechtzeitig Gedanken machen, wie ich diese Probleme lösen kann.
00:04:38: Ich muss ehrlich sagen, dass diese Routine mir wirklich etwas Sicherheit gibt und das Gefühl, dass ich wenigstens das kontrollieren kann, was kontrollierbar ist.
00:04:46: Und gerade beim Blick auf diese ganzen Unterlagen und Rechnungen wurde mir auch klar, wie wichtig es eigentlich für mich geworden ist, handlungsfähig zu bleiben.
00:04:54: Also das kann ich auf jeden Fall sehr gut nachvollziehen.
00:04:56: Durch den ganzen Stress, den man eh schon im Alltag hat, Und wenn man dann noch den Überblick über seine ganzen Finanzen verliert, kann man sehr schnell mal in den Loch fallen.
00:05:04: Und da erst mal aus einer Kraft wieder rauszukommen, ist schon wirklich sehr, sehr schwer.
00:05:08: Ja, das stimmt.
00:05:09: Das ist schon eine passende Metapher.
00:05:11: Und ein Beispiel dafür, wie schnell man diesen Überblick verlieren kann.
00:05:14: sind ja unter anderem Rechnungen, wie halt die Semestergebühren, die liegen ja mittlerweile bei über dreihundert Euro und das ist alle sechs Monate für viele echt nicht wenig, vor allem wenn man bedenkt, dass manche ausgezogen sind und sowieso schon hohe Lebenshaltungskosten haben.
00:05:27: Nach dazu steigen ja durch die wirtschaftliche Lage viele Dinge weiter an, wie halt auch die Stromkosten oder eben die Bahn-Tickets.
00:05:34: Und wenn man mal bedenkt, dass rund zwei Drittel dieser Semestergebühren eigentlich nur für das Semesterticket draufgehen, fragt man sich schon, ob das so sinnvoll für jeden ist.
00:05:43: Julian, du hattest dich doch besonders mit diesem Thema beschäftigt.
00:05:45: Was ist denn deine Meinung zu dem Semesterticket und dass man praktisch dazu verpflichtet ist, es zu kaufen?
00:05:50: Also meiner Meinung nach ist das Konzept erstmal sehr, sehr gut.
00:05:54: Wenn man jetzt wirklich jeden Tag selber mit dem Auto fahren würde, wäre das erstmal viel zu teuer, also viel viel zu teuer.
00:06:00: Aber auch wenn man die einzelnen Zugfahrten selber bezahlen müsste oder sich jeden Monat das Deutschlandticket kaufen müsste, wäre das am Ende des Semesters wesentlich teurer als nur das Semesterticket halt zu bezahlen.
00:06:13: Aber du hast ja gerade gesagt, es ist einfach Pflicht in das Ticket.
00:06:16: Und da sehe ich so ein bisschen die Problematik, weil man halt nicht nein sagen kann.
00:06:20: Viele würden bestimmt nein sagen, vor allem wenn sie hier in der Nähe wohnen, mit dem Fahrrad fahren oder einfach nicht die Bahn benutzen.
00:06:27: Für die ist es dann halt nochmal ein finanzieller Rückstark mehr oder weniger, weil sie es halt zahlen müssen, obwohl sie es eventuell gar nicht benutzen wollen.
00:06:36: Ja.
00:06:37: Julian, hast du eventuell gewisse Änderungsvorschläge, um auf die Bedürfnisse aller Studierenden einzugehen?
00:06:43: Ja, da habe ich auf jeden Fall welche.
00:06:45: Und zwar würde ich schon mal gut finden, wenn man einfach die freie Entscheidung darüber hat, ob man es kauft oder nicht, dass man auch einfach mal nein sagen möchte bzw.
00:06:54: kann.
00:06:54: Außerdem wäre die Möglichkeit wirklich sehr gut, dieses Messartikel nur für beliebige Monate zu kaufen, zum Beispiel nur für die Vorlesungszeit, wenn man halt wirklich aktiv zur Uni hinfährt.
00:07:06: Aber dafür in der vorlesungsfreien Zeit drauf verzichten kann, weil in der meisten, also im Regelfall sag ich jetzt mal, fahren die wenigsten Studierenden in der vorlesungsfreien Zeit zur Uni und da könnte man dann wirklich nochmal zwei Monate oder drei Monate sich Geld sparen.
00:07:22: Und eine dritte gute Sache wäre eventuell für die Leute, die mit dem Auto zur Uni fahren, dass man für die Leute so Tankgutscheine sage ich jetzt mal anbietet, weil die dann einfach, weiß ich nicht.
00:07:34: eine schlechte Zugverbindung haben oder so, dementsprechend nicht mit dem Zug fahren, immer nur mit das Auto nehmen, dass die dann halt auch eine gewisse finanzielle Berücksichtigung bekommen.
00:07:44: Ja, also ich finde generell einfach mal eine Änderung oder eine Anpassung wäre auf jeden Fall sehr, sehr tolle von Vorteil.
00:07:50: Ja, also ich muss sagen, das sind schon echt gute Ideen, die du da genannt hast, wo die eine oder andere Idee auf jeden Fall was für mich wäre.
00:07:57: Und dazu muss man ja auch ergänzen, dass man sich selten auf die Öffis verlassen kann.
00:08:01: Diese ständigen Verspätungen, plötzliche Fahrtausfälle oder teilweise auch monatelange Ausfälle wegen irgendwelchen Bauarbeiten.
00:08:07: Da traut man sich überhaupt nicht mehr im Alltag auf die Bahn zu zählen.
00:08:11: Ja, das kann ich auf jeden Fall sehr gut nachvollziehen.
00:08:14: Und generell, abgesehen von den finanziellen Aspekten, wirken ja auch noch ganz andere Aspekte auf die Studierenden mit ein.
00:08:20: Und Mili, kannst du da uns noch mehr zu sagen?
00:08:23: Ja, darüber habe ich auch nachgedacht.
00:08:25: Heute in der Zeit der Inflation wird alles teurer.
00:08:27: Miete, Studiengebühren, Lebensmittel und vieles mehr.
00:08:31: Für viele von uns ist es sehr schwer, das alles zu finanzieren.
00:08:35: Viele müssen neben dem Studium arbeiten, was das Studierende noch schwieriger macht, weil uns auf die Zeit fällt, uns für Seminare oder Prüfungen vorzubereiten.
00:08:45: Außerdem haben einige Studierende Familie oder Kinder und können ihr Studium deshalb nicht in der Regelstudienzeit schaffen.
00:08:53: Wie du Laura schon eben gesagt hast, bekommt man BAföG nur in der Regelstudienzeit.
00:08:58: Das heißt also, dass Studierende, die länger brauchen, ohne die finanzielle Unterstützung dastehen, obwohl sie diese trinken benötigen.
00:09:07: Der Druck auf Studierende ist heutzutage groß.
00:09:10: Meine Meinung nach zeigt mein Bild sehr gut, wie schwierig die aktuelle Situation für viele Studierende ist und wie dringend sich etwas an jeden finanziellen Bedingungen ändern muss.
00:09:22: Und ja, damit schließen wir die heutige Folge ab.
00:09:25: Laura Julian, möchtet ihr zum Abschluss noch etwas ergänzen?
00:09:29: Also von meiner Seite aus, wurde eigentlich alles gesagt.
00:09:32: Ja, ich finde auch, das hast du auch schon alles sehr gut auf den Punkt gebracht.
00:09:36: Na dann, liebe Zuhörerinnen, das war unsere heutige Folge.
00:09:40: Danke, dass ihr dabei wart.
00:09:42: Wir freuen uns, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder einschaltet.
00:09:46: Tschüss und bis zum nächsten Mal!
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